Mastercard: Mit dem Smartphone auch in der Dritten Welt bezahlen

Auf dem MWC (Mobile World Congress) präsentiert Mastercard, wie sich mobile Zahlungen in Ländern realisieren lassen, in denen eine viel einfachere Finanzstruktur vorherrscht, als wie wir sie beispielsweise aus Deutschland kennen.

Auf seinem MWC Stand hat das Kreditkartenunternehmen Mastercard einen Tuk-Tuk (Auto-Rikscha bekannt aus asiatischen Ländern) aufgebaut, mit dem es eine neue Möglichkeit des mobilen Bezahlens mit dem Smartphone demonstriert. Normalerweise ist das in Entwicklungsländern nicht möglich. Eine Finanz-Infrastruktur wie wir sie beispielsweise aus Deutschland kennen mit den üblichen Bezahlterminals fehlt. Selbst ein Taxifahrer in einem Entwicklungsland besitzt sehr oft kein Smartphone. Elektronische Transaktionen funktionieren in manchen Regionen beispielsweise auf Basis von SMS.

Damit der Taxifahrer mit seinem Tuk-Tuk trotzdem bargeldlose Zahlungen entgegennehmen kann, beispielsweise von Geschäftsleuten und Touristen, muss er sich bei seiner Bank für Mastercard QR registrieren. Er bekommt eine Tafel mit einem QR-Code, den er an seinem Taxi anbringt. Wenn der Tourist seine Fahrt bezahlen möchte, scannt er den Code mit seiner Banking-App. Mastercard wickelt dann den Rest der Transaktion mit der Bank des Fahrers ab, der dann beispielsweise per SMS über den Erhalt des Geldes informiert wird. Zum MWC gab Mastercard bekannt, dass Masterpass QR jetzt in sieben Märkten in Afrika und im mittleren Osten verfügbar unter anderem auch Kenia, Nigeria sowie Pakistan.

Für Touristen hat das beispielsweise den Vorteil, dass sie keine Fremdwährung am Geldautomaten abheben müssen. Weniger Bargeld bei sich haben bedeutet auch weniger Risiko. Einen gewissen Handbestand an Fremdwährung sollte man natürlich immer bei sich haben. Kreditkarten ohne Fremdwährungsgebühren sind zum Beispiel die Advanzia Mastercard Gold oder die DKB Visa Card.

Das Kreditkartenunternehmen präsentierte aber nicht nur für die „Dritte Welt“ sondern auch für die entwickelte Welt neue Zahlungsmöglichkeiten. Mastercard hat gemeinsam mit dem türkischen Einzelhändler getir eine Zahlungsmöglichkeit für einen Chatbot entwickelt. Kunden, die bereits Masterpass nutzen, – das digitale Bezahlen von Mastercard – können im Dialog mit Getirs Bot nicht nur Bestellungen aufgeben, sondern gleich auch bezahlen. Zum Beispiel ohne den Facebook-Messenger zu verlassen.

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