Kreditkartengebühren

Welche Kreditkartengebühren gibt es?

Es können ganz verschiedene Gebühren für Kreditkarten anfallen, die wichtigsten werden im Folgenden erläutert. Zusätzlich zu den hier genannten, fallen meist Gebühren an beim: Verlust der Karte, für eine Partnerkarte und bei einer Motivgestaltung oder andere Zusatzleistungen.

Jahresgebühr

Bei modernen Kreditkarten ist diese jährlich anfallende Gebühr eher selten geworden. Ab einem bestimmten Umsatz kann sie auch ganz entfallen. Diese Karten werden als „kostenlose Kreditkarten“ beworben, was so nicht ganz stimmt: Gebührenfreie Kreditkarten können im Soll einen höheren Zins haben, so entstehen Gebühren dann an anderer Stelle. Wird eine jährlich anfallende Gebühr erhoben, sollte sie Zusatzleistungen wie Diebstahl- oder Reiseversicherungen beinhalten. Im Normalfall liegt eine Jahresgebühr zwischen circa 20 und 100 Euro.

Durchaus können die Jahreskosten für eine Kreditkarte auch sehr viel höher liegen, zum Beispiel für eine Platin-, Black-, oder hochwertige American Express-Karte. Bei letzterer ist schon mal ein Butler-Service mit dabei. Der Kreditrahmen bewegt sich hier allerdings auch im fünfstelligen Bereich und die Jahresgebühr kann unter Umständen 1.000 Euro und darüber betragen.
Prepaid-Karten gibt es nur in Verbindung mit einem Girokonto kostenlos, sonst fällt auch hier eine Jahresgebühr an.

Sollzinsen als Kreditkartengebühren

„Echte“ Kreditkarten gewähren Kredite, weshalb natürlich auch Zinsen anfallen. Diese werden als Sollzinsen bezeichnet und beziehen sich zunächst nur auf den pro Jahr entstandenen Zinssatz. Der effektive Zins dagegen, hängt von den Rückzahlungsmodalitäten ab – also von der Kreditlaufzeit.
Die Regelung auf dem Gebiet Sollzinsen, wird von den Kartenanbietern recht unterschiedlich gehandhabt.

Ein kostenloses Zahlungsziel gibt es beispielsweise bei einer Kreditlaufzeit von bis zu zwei Monaten, in dieser Zeit werden keine Sollzinsen berechnet. Andernfalls werden Zinsgebühren sofort und auf den Tag genau berechnet. Ist die Kreditkarte mit einem Girokonto gekoppelt, handelt es sich meist um eine Debit-Karte. In diesem Fall, wird der Betrag sofort vom Girokonto abgebucht.
Wird das Girokonto im Plus geführt, werden dort keine Sollzinsen erhoben. Ansonsten richten sich die Zinsen auf dem Konto nach dem Dispozinssatz.

Fremdwährungsgebühr außerhalb der Euro-Zone

Wie der Name schon sagt, fällt diese Gebühr beim Bargeldbezug außerhalb der Eurozone an und sie ist unabhängig von der Bargeldgebühr. Die auch als „Auslandseinsatzentgelt“ bezeichnete Gebühr, beträgt meist 1,0 – 2,0 % von der abgehobenen Summe, kann aber auch schon mal 1,50 bis 2,50 Euro pro Abhebung betragen.

Heutzutage gibt es zwar Kreditkarten mit denen kostenlos Bargeld abgehoben werden kann, aber die Fremdwährungsgebühr bleibt in den meisten Fällen erhalten. So kann es schon mal vorkommen, wenn eine Fremdwährungs- und eine Bargeldgebühr erhoben wird, dass Zinsen in Höhe von vier bis sechs Prozent pro Abhebung außerhalb der Eurozone fällig werden. Wird in Geschäften oder im Internet mit Karte bezahlt, ist ebenfalls eine Fremdwährungsgebühr zu entrichten. Es sei denn es handelt sich um Euro.

Bargeldgebühr

Auch im Inland fallen bei sehr vielen Kreditkarten Bargeldgebühren an. Die Höhe dieser Gebühr richtet sich in erster Linie danach, wo abgehoben wird: Am Bankautomaten der eigenen Bank und in Verbundsystemen wie z.B. der Cash-Group (Unicredit, Commerzbank, Postbank, Deutsche Bank) ist der Bargeldbezug meist kostenlos, andere Banken erheben sehr unterschiedliche Gebühren. Diese können zwischen 1,30 und 6,10 Euro betragen. Am Geldautomaten wird grundsätzlich auf die entstehende Bargeldgebühr hingewiesen. Bei Beantragung einer Kreditkarte sollte auf kostenfreien Bargeldbezug geachtet werden. Empfehlenswert hierfür sind die Barclaycard New Visa oder die DKB-Visa Karte.