Hanseatic Bank GenialCard

Seit der Gründung im Jahre 1969 diente die Hanseatic Bank als Kreditinstitut zur Abwicklung des Warengeschäfts des Otto Versands. 1979 erlangte sie damit auch die Vollbanklizenz. Der Otto-Versand verkaufte 2005 den Großteil seiner Anteile an Société Générale, ein französisches Kreditinstitut. Heute spezialisiert sich die Hanseatic Bank auf Geldanlagen und Kredite mit dem Schwerpunkt der Kreditkartenvermarktung. Eine der bekannten Kreditkarten des Instituts ist die Hanseatic Bank GenialCard.

Die GenialCard der Hanseatic Bank

Schnellüberblick

  • Dauerhaft 0,- Euro
  • Partnerkarte jährlich für 9,-Euro

Bargeld

  • 3,00 Prozent vom Betrag – mit mindestens 5,95 Euro

Entgelt für Auslandseinsatz in Fremdwährung

  • 1,75 Prozent vom Umsatz
  • Bargeldlose Zahlungen innerhalb der EU kostenlos

Sonstiges

  • 16,90 effektiver Jahreszins bei Teilzahlungen (variabel)

Die dauerhaft gebührenfreie Hanseatic Bank GenialCard ist an keine weiteren Kosten und Bedingungen gebunden. Für die Ausstellung der VISA Karte wird lediglich eine positive Schufa-Auskunft erwartet. Bei der Kreditkarte handelt es sich um eine revolvierende Karte. Das bedeutet für den Inhaber, dass er Rechnungsbeträge als Ganzes oder in mehreren Teilbeträgen abtragen kann. Die Beantragung einer Partnerkarte ist optional. Es können mehrere ausgestellt werden. Diese werden mit einer Jahresgebühr von 9,00 Euro vertrieben.

Gebührenstruktur der Kreditkarte

Der Bargeldbezug fällt bei der Hanseatic Bank relativ hoch aus. Für jede Auszahlung am Automaten oder am Bankschalter fallen Gebühren von 3,00 Prozent an, mit einem Mindestsatz von 5,95 Euro. Die Gebühr fällt zu jederzeit und überall bei jeder Transaktion an, egal ob der Kunde sich im Inland oder Ausland befindet. Andere Anbieter im Vergleich verlangen oft keine solch hohen Gebühren oder sind sogar kostenfrei. Pro Tag können maximal 500,00 Euro am Automaten abgehoben werden. Möglicherweise kann es passieren, dass manche Automatenbetreiber das Auszahlungslimit verringert haben. In solchen Fällen muss der Kartenbesitzer mehrmals eine kleinere Summe abheben oder es bei anderen Automaten unterschiedlicher Anbieter versuchen.

Einkäufe im Internet mit der GenialCard sind gebührenlos. Das gilt für Deutschland und für alle Länder in der EU. Finden Einkäufe allerdings aus Shops außerhalb der EU statt, wie beispielsweise aus den USA, wird eine Fremdwährungsgebühr von 1,75 Prozent verlangt. Kostenlos sind zudem Überweisungen vom Kreditkartenkonto auf das private Girokonto. Andere Kreditkartenanbieter verlangen dafür ebenfalls Gebühren.

Flexible Ratenrückzahlung

Für jede Bezahlung kann neben der Komplettbegleichung die Ratenrückzahlung erwählt werden. Dabei werden monatlich Teilbeträge in einer Höhe von mindestens 3,00 Prozent des Rechnungsbetrages, mindestens 20 Euro, vom Girokonto abgebucht. Sondertilgungen können dabei jederzeit vorgenommen werden. Die Eröffnung eines neuen dafür vorgesehenen Kontos ist nicht notwendig. Es können die Bankverbindungen eines bereits bestehenden Kontos für die Lastschrift hinterlegt werden. Teilrückzahlungen bedeuten allerdings auch stets hohe Sollzinsen. Momentan liegt der effektive Jahreszins bei 16,90 Prozent. Der Verfügungsrahmen der Kreditkarte wird der Bonität angepasst und kann jederzeit auch geändert werden.

Zusatzversicherungen und Rabattsysteme

Alle Inhaber der GenialCard können zusätzlich kreditkartengebundene Versicherungen abschließen. Eine ist unter dem Namen SicherKreditkarte bekannt. Die Kosten belaufen sich auf 0,89 Prozent des monatlich negativen Kartensaldos. Sie versichert den Karteninhaber bei unverschuldeter Zahlungsunfähigkeit durch Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit oder Tod ab.

Eine weitere Versicherung stellt SicherPortemonnaie dar. Für nur 30,00 Euro jährlich erhält der Versicherte Schutz bei Missbrauch der Kreditkarte, bei einem Diebstahl oder Verlust der Karte. Der Verlust oder Diebstahl von Ausweispapieren, des Haustürschlüssels und Bargeldraub sind ebenfalls mit inbegriffen.

Der Kunde sollte sich allerdings immer überlegen, inwieweit diese Versicherungen auf Ihn persönlich zutreffen und sich über weitere Details informieren. Vor allen Dingen was den Ernstfall in solche Situationen angeht. Kreditkartenbetreiber sind meistens selbst versichert, wenn Kunden einen Kartenverlust zu verzeichnen haben oder Stellen Bedingungen, was das Eigenverschulden des Karteninhabers angeht. Versicherte Betreiber erstatten aufgrund dessen oftmals auch Kosten zurück, sofern ein Missbrauch stattgefunden hat.

Geld zurück durch Cashback Option

Kunden können sich bei einem Einkauf mit Ihrer GenialCard bis zu 15 Prozent Cashback sichern. Möglichkeit dazu bietet das Gutscheinportal mit seinen mehr als 80 Partnershops, wie Zalando, Ikea, H&M und Otto, sowie 300 weitere Online-Shops.

Reiserabatt

Durch Reisebuchungen über das Partnerportal „Urlaubplus“ erhält der Kunde 5 Prozent Reiserabatt auf Kreuzfahrten, Pauschalreisen, Mietwagen, sowie auf Ferienhäuser. Voraussetzung ist natürlich die Bezahlung mit der Hanseatic GenialCard.

Fazit: Hanseatic Bank GenialCard – Kreditkarte mit kleinen Vorzügen

Die GenialCard der Hanseatic Bank ist gänzlich gebührenfrei. Zudem kann man mit ihr kostenfrei im Euro-Raum bargeldlos bezahlen. Außerhalb fällt lediglich das übliche Auslandeinsatzfremdgelt an. Attraktiv sind die Bonussysteme, wie die 15 Prozent Cashback-Möglichkeit und der Reiserabatt. Eindeutiger Minuspunkt liegt bei Barauszahlungen am Automaten. Hier sind die Gebühren im Vergleich zu Anbietern sehr hoch. Ebenfalls sind die fast 17 Prozent Sollzinsen bei Teilzahlungen ein stolzer Preis. Ratenzahlungen sollten daher gut überlegt sein.

Vorteile

  • Verzicht auf Grundgebühren
  • Möglichkeit der Ratenzahlung
  • Optionale Zusatzversicherungen

Nachteile

  • Hohe Abhebungsgebühren bei Bargeldbezug
  • Hohe Sollzinsen bei Ratenzahlung