Kreditkarte trotz Insolvenzverfahren: Ist das möglich?

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Die Kreditkarte ermöglicht bequemes Bezahlen ohne Bargeld. Statt direkt, wie bei der EC-Karte, wird der fällige Betrag nur einmal pro Monat in einer Summe oder in Raten (Revolving Card) vom Konto abgebucht. In vielen Ländern ist die Kreditkarte inzwischen das Haupt-Zahlungsmittel und auch hierzulande wird sie online wie offline immer wichtiger. Die Bedingungen der Banken, die an ihre Ausgabe geknüpft sind, sind bei einem Insolvenzverfahren jedoch schwierig beziehungsweise gar nicht zu erfüllen.

Ist es möglich, trotz Insolvenzverfahren eine Kreditkarte zu erhalten?

Wie der Name bereits sagt, handelt es sich bei einer Kreditkarte um einen Kredit. In diesem Fall streckt die Bank die getätigten Zahlungen bis zur monatlichen Abbuchung von dem jeweiligen Konto vor. Für das Kreditinstitut ist dies mit einem gewissen Risiko verbunden. Denn theoretisch ist es möglich, dass das Konto zum Zeitpunkt der Abbuchung nicht ausreichend gedeckt ist und sich der Kreditkartenbetrag nicht abbuchen lässt.

Um dieses Risiko klein zu halten, prüfen die Banken vor der Ausgabe einer Kreditkarte die Kreditwürdigkeit des Kunden. Das geschieht meist über eine aktuelle SCHUFA-Auskunft. Ein Insolvenzverfahren ist bei der SCHUFA gemeldet und wirkt sich negativ auf die Kreditwürdigkeit aus. Deshalb wird ein Antrag auf eine Kreditkarte bei einer Privatinsolvenz in der Regel abgelehnt. Ganz sicher erfolgt eine Ablehnung, wenn der Kunde über kein eigenes oder ausreichend hohes Einkommen verfügt.

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Auch kurz nach einem abgeschlossenen Insolvenzverfahren stehen die Chancen für eine normale Kreditkarte schlecht. Zwar endet das Privatinsolvenzverfahren mit einer Restschuldbefreiung, die den Betroffenen von all seinen noch bestehenden Schulden befreit. Die Informationen darüber bleiben jedoch für die Dauer von drei Jahren bei der SCHUFA gespeichert. Die Restschuldbefreiung gilt als sehr schwerwiegendes Negativmerkmal, das eine Kreditaufnahme oder Kreditkarte meistens unmöglich macht.

Alternative: Prepaid-Kreditkarte

Die einzige Alternative, während oder kurz nach einem Insolvenzverfahren, ist die sogenannte Prepaid-Kreditkarte. Hier ist die Beantragung auch trotz Privatinsolvenz möglich.

„Prepaid“ ist der englische Begriff für „im Voraus bezahlt“ und ist vielen Verbrauchern bereits aus dem Telekommunikationsbereich bei Handys bekannt. Das gleiche Prinzip findet sich auch bei der Prepaid-Kreditkarte. Hier wird die Kreditkarte mit einem Guthaben in beliebiger Höhe aufgeladen, das sich dann zu Zahlungszwecken verwenden lässt.

Da es sich hierbei also um eine Guthabenkarte und nicht um einen Kredit handelt, ist es nicht nötig, die Kreditwürdigkeit des Kunden zu überprüfen. Deshalb ist eine Bonitätsprüfung überflüssig und wird in der Regel auch nicht durchgeführt. Schuldner, die sich gerade oder vor Kurzem im Insolvenzverfahren befinden oder befunden haben, können demnach ebenfalls eine Prepaid-Kreditkarte erhalten. Der Besitz einer Prepaid-Kreditkarte wird – anders als der einer normalen Kreditkarte – nicht in der SCHUFA-Akte vermerkt und fließt deshalb auch nicht in die Berechnung des SCHUFA-Scores ein.

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Vor- und Nachteile einer Prepaid-Kreditkarte

Mit einer Prepaid-Kreditkarte stehen viele Transaktionen, für die eine Kreditkarte benötigt wird, auch insolventen Verbrauchern offen. Eine weitere oder erneute Überschuldung ist nicht möglich, denn es kann immer nur so viel ausgegeben werden, wie an Guthaben auf der Karte vorhanden ist. Dadurch, dass es keinen Zahlungsaufschub gibt, fallen auch keine Zinsen an. Und schließlich müssen Prepaid-Kreditkarteninhaber auch keine Angst davor haben, dass zum Beispiel Betrüger das Karten-Limit ausreizen, denn es kann maximal die Höhe des vorhandenen Guthabens auf der Karte zum Bezahlen oder Abheben verwendet werden.

Die Prepaid-Kreditkarte hat gegenüber einer „normalen“ Kreditkarte allerdings auch Nachteile: Zum einen bietet sie durch die reine Guthabenfunktion nicht die gleiche Flexibilität und sie wird auch nicht überall akzeptiert. Vor allem, wenn die Kreditkarte als Sicherheit oder Kaution hinterlegt werden soll, zum Beispiel bei der Reservierung von Mietwagen oder der Buchung von Hotelzimmern, kann es Probleme geben.

Und schließlich kosten auch Prepaid-Kreditkarten Gebühren. Je nach Angebot sind dies Jahresgebühren und/oder Gebühren, die für einzelne Vorgänge wie das Abheben von Bargeld oder das Aufladen der Karte mit einem bestimmten Betrag erhoben werden. Auch beim Kreditkarten Auslandseinsatz (vor allem außerhalb der EU) fallen je nach Anbieter Gebühren an.

Verbraucher in und nach der Insolvenz haben häufig nur wenig finanziellen Spielraum, deshalb sollten sie vorher genau prüfen, ob sie die Kosten einer Prepaid-Kreditkarte tatsächlich tragen können. Ein Vergleich der verschiedenen Tarife der Banken durch einen Blick ins Preisverzeichnis kann helfen, das günstigste Angebot zu finden.

Was Sie sonst noch wissen sollten

  1. Wer bereits eine Kreditkarte besitzt und dann in die Privatinsolvenz geht, muss diese mit großer Sicherheit abgeben. Die Bank wird unmittelbar nach Kenntnisnahme der Zahlungsunfähigkeit die Karte kündigen und alle noch offenen Zahlungen einfordern.
  2. Eine erneute Kreditkartenanfrage geht in die SCHUFA-Akte ein (Kürzel: AC) und wird erst nach 12 Monaten gelöscht. Dies gilt jedoch nur für normale Kreditkarten. Prepaid-Kreditkarten sind in jeder Hinsicht unabhängig von der SCHUFA-Akte.
  3. Das Guthaben, das sich auf einer Prepaid-Kreditkarte befindet, kann zur Insolvenzmasse gerechnet werden.
  4. Es besteht auch die Möglichkeit, mit einer nahe stehenden Person eine Partner-Kreditkarte zu beantragen. Hierbei handelt es sich um eine Zweitkarte, das heißt, es gilt die Bonität des Hauptkarteninhabers. Für die Nutzung einer Zweitkarte ist jedoch großes Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit des Zweitkarteninhabers erforderlich, denn das Risiko trägt in diesem Fall nicht die Bank, sondern der Hauptkarteninhaber. Zahlt der Zweitkarteninhaber die über seine Karte getätigten Transaktionen nicht, muss der Hauptkarteninhaber dafür haften und die Kosten tragen.