Kreditkarte ohne Girokonto

Vielfältiges Angebot im Internet für Kreditkarte auch ohne Girokonto

Im Laufe der letzten zwei, drei Jahrzehnte hat sich, wie es genannt wird, rund um die Kreditkarte viel getan. Zunächst war der Karteninhaber ein direkter Vertragspartner des Kreditkartenherausgebers wie MasterCard, wie American Express oder wie VISA. Zur Kreditkarte gehörte immer der Kartenkredit. Vermittelt wurde diese Kreditkarte mit eigenem Vertrag von der jeweiligen Hausbank des Kontoinhabers. Sein Girokonto war dadurch automatisch auch das Verrechnungskonto für die monatliche Kreditkartenabrechnung. Dadurch ergab sich ganz unbewusst die Bindung an denjenigen Herausgeber der Kreditkarte, mit dem das Kreditinstitut kooperierte. Diese Handhabung wurde schrittweise durch immer neue Geschäftsmodelle der Banken und Sparkassen erweitert sowie geändert. Heutzutage ist es eine durchaus gängige Praxis, dass die Kreditkarte mit oder ohne Kartenkredit auch mit oder ohne Girokonto ausgegeben wird. Zur Wahl stehen Kreditkarten, die sowohl von Kreditinstituten als auch von Unternehmen als reinen Kreditkartenanbietern angeboten werden.

Kreditkarte mit Girokonto

Für Kreditinstitute ist die Kreditkarte ein bevorzugtes Mittel zur Kundenbindung und Kundenneugewinnung. Sie bieten ein kostenloses Gesamtpaket an, zu dem das Girokonto, die Girokarte sowie die Kreditkarte gehören. In solchen Fällen ist der bonitätsabhängige Dispo-Kredit identisch mit dem Kartenkredit. Diese Kreditkarte ist somit ein Mix aus der altbekannten Kreditkarte mit eigenem Kartenkredit sowie aus einer Prepaid-Kreditkarte. Man spricht in diesem Fall von Debitkarten, wozu auch die klassischen EC-Karten bzw. Girokarten gehören. Das Girokonto wird zur Information in die Datenbank der Schufa eingetragen, und häufig auch noch die Kreditkarte.

Häufig ist die Kreditkarte mit Girokonto jedoch auch nicht an das Guthaben gekoppelt, sondern verfügt über eigenen Kreditrahmen, der nicht dem Girokontoguthaben entspricht. Diese Kreditkarten werden dann in der Regel monatlich in voller Summe mit dem Girokonto verrechnet. Man spricht hier von Charge-Kreditkarten. Eine Ratenzahlung ist nicht möglich, der offene Saldo muss vollständig beglichen werden. Solche Angebote gibt es von der DKB, Norisbank oder Comdirect.

Doch es geht auch anders

Der Karteninhaber selbst braucht zwar ein Girokonto als Verrechnungs- beziehungsweise Referenzkonto, nicht jedoch der Kreditkartenanbieter. Für ihn sind die Herausgabe sowie die Benutzung der Kreditkarte von Interesse. Sein Verdienst sind die damit verbundenen Gebühren. Sie werden vom Karteninhaber sowie vom Zahlungsempfänger bei bargeldlosen Bezahlungen im Einzelhandel am Ort, im Versand- sowie im Onlinehandel bezahlt. Der Kartenanbieter kann, er muss aber keine Universalbank nach dem KWG, dem deutschen Kreditwesengesetz sein. Der Kontoinhaber kann seine Kreditkarte auch bei solchen Anbietern freischalten lassen und gleichzeitig selbst entscheiden, welches Girokonto er als Verrechnungskonto benutzt. Das kann sein Gehaltskonto als Erstkonto sein, ebenso wie das Zweit- oder Drittkonto bei einem ganz anderen Kreditinstitut. Dieser Weg wird dann bevorzugt, wenn die Hausbank nichts von dieser Kreditkarte erfahren soll.

Kreditkarte ohne Girokonto mit und ohne Kartenkredit

Die Kreditkarte ohne Girokonto bietet den entscheidenden Vorteil, dass wegen dieser Kreditkarte kein Kontowechsel von einem zum anderen Kreditinstitut notwendig ist. In den meisten Fällen ist schon ein Girokonto vorhanden, wenn anschließend, oftmals Jahre später eine Kreditkarte beantragt wird. Bei einem Junktim Girokonto-Kreditkarte wäre in dieser Situation ein Kontowechsel oder die Eröffnung eines weiteren Girokontos erforderlich. Das möchten viele Kontoinhaber vermeiden. Für sie ist die geradezu ideale Alternative eine Kreditkarte ohne Girokonto. An diesem Punkt haben sie bei der vielfältigen Auswahl im Internet die Möglichkeit, zwischen einer Kreditkarte mit Kartenkredit sowie einer Prepaid-Karte auszuwählen. Eins wie das andere hat nichts mit dem Girokonto zu tun. Für eine Karte mit Kartenkredit wird die Bonität geprüft. Der Dispo-Kredit auf dem Girokonto bleibt dabei unberücksichtigt. Für die Prepaid-Karte entfällt diese Kreditwürdigkeitsprüfung. Mit einem bloßen Ausgeben der Kreditkarte als Zahlungsmittel ist kein finanzielles Risiko für den Kartenanbieter verbunden. Er weiß, dass der Karteninhaber auf jeden Fall ein Girokonto als Verrechnungskonto braucht. Für die Kreditkarte mit Kartenkredit wird es zur monatlichen Kreditkartenabrechnung verwendet, für die Prepaid-Kreditkarte zum bargeldlosen Überweisen des gewünschten Kartenguthabens. Details zu dem genutzten Girokonto braucht der Kartenanbieter nicht zu wissen. Für ihn ist einzig und allein die reibungslose Kreditkartenabrechnung beziehungsweise der Guthabensaldo auf dem Kartenkonto entscheidend.

Fazit zur Kreditkarte ohne Girokonto

Ein näherer Kreditkartenvergleich im Internet ist nicht nur lohnenswert, sondern überaus hilfreich. Das Angebot an Kreditkarten ohne Girokonto ist groß und vielfältig. Zu den Vergleichskriterien gehören

  • Geschäftssitz des Kartenanbieters [Inland, Ausland, in oder außerhalb von Europa]
  • Jahresgebühr Ja/Nein für die Hauptkarte und/oder für eine Partnerkarte
  • Kosten für Bargeldabhebungen am Geldautomaten [Inland, Ausland]
  • Auslandsgebühr bei Kartenverfügungen in Fremdwährung [alle außer der Eurowährung]
  • Sollzinsen für den Kartenkredit [Effektivzinssatz]
  • Kosten für das Ausstellen einer Ersatzkarte
  • Kosten für das Ausstellen der Folgekarte nach Ablauf des Gültigkeitsdatums
  • Sonstige Gebühren, Kosten und Auslagen für anfallende Dienstleistungen

Im Grunde genommen profitiert der Kunde in der heutigen Zeit von der Vielzahl an Kartenanbietern. Diese Situation sollte er nutzen und sich nach einem ausgiebigen Vergleich für die günstigste Kreditkarte ohne Girokonto entscheiden. Zu einem Kontowechsel nur wegen der neuen Kreditkarte besteht heutzutage keinen zwingender Grund.